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Zusammenfassung Weinrallye #8

Die Weinrallye #8 ist zu Ende. Vielen Dank an Iris für die tolle Organisation dieser Rallye unter dem Motto „Etikettentrinker – alles für’s Auge„.

Beim Lesen der Zusammenfassung und der einzelnen Beiträge bin ich wirklich sehr angetan von der Vielzahl der schönen, interessanten und skurilen Etiketten. Insgesamt 24 Teilnehmer haben über eine Vielzahl von Weinen berichtet, die sie entweder direkt verkostet oder einfach nur wegen des schönen Etiketts den Wein ausgewählt haben. Deutsche Weine stehen mit vier Weinen vor Frankreich mit drei und dem Rest der Welt auf Platz eins. Die Neue Welt war hier erstaunlich oft vertreten.

Die Weinrallye #9 findet auf dem Blog „Bildergeschichten aus dem Weingut Steffens-Kess„von Harald Steffens statt. Ich bin schon sehr gespannt auf das Thema.

Euer Christian Wolf

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Weinrallye #8 – Etikettentrinker

Iris vom Weingut Lisson hat dieses mal zur Weinrallye gerufen und natürlich bin ich hier gerne wieder mit dabei. Das Thema dieser Weinrallye: „Etikettentrinker – alles fürs Auge

Das Thema kommt mir wie gerufen, haben wir nicht vor drei Wochen im Rahmen der Lehrveranstaltung „Projekt Neue Welt“ des Studiengangs Internationale Weinwirtschaft vier „Super Premium Weine“ verkostet.

Grange 1999

Der erste Wein ist der Penfolds Grange Jahrgang 1999. Winemaker bei Penfolds ist Peter Gago. Auf dem Fact Sheet auf der Homepage von Penfolds ist folgendes zu lesen:

Grape Variety: Shiraz

Maturation: 17 months in new American oak

Wine Analysis: Alc. 14.00%, Acidity 7.20 g/L, pH 3.48

Pear Drinking: 2010 – 2035

Wir waren mal so frei und haben den Wein schon 2008 geöffnet. Verkostet haben wir mit ca. 10 Studierenden sowie Herrn Prof. Hoffmann. Der Penfolds gefiel uns hier sehr gut, fruchtig wie man es von Neuen Welt Weinen oftmals kennt, wunderschön strukturiert, sehr komplex. Die 14 vol % Alkohol stehen ihm sehr gut. Einfach ein toller Wein. Gekauft wurde dieser für 179,- Euro bei Weinart, Geisenheim.

 Solaia 99

Der zweite Wein musste logischerweise aus der Alten Welt kommen. Hier haben wir uns für einen Antonori Solaia, ebenfalls Jahrgang 1999, entschieden. Auf der Homepage von Antinori folgendes Fact Sheet:

Origin: Single-Vineyard, Tuscany

Grapes: 75% Cabernet Sauvignon, 5% Cabernet Franc, 20% Sangiovese

Vinification: Maceration in 50 hectolitres open wooden fermentors, malolactic fermentation in 225 litres French oak barrels (new Troncais and Alliers), blended after 14 months barrique aging

Alcohol: 13,5% Vol.

Der Name Solaia bedeutet „der Sonnige“. Leider konnten wir diesen Namen in der Verkostung nicht so ganz teilen. Auch nach drei Stunden hatte sich der Wein noch nicht völlig entfaltet und war in sich noch verschlossen. Im Vergleich zum Grange deutlich weniger Frucht, dafür aber sehr komplex in der Nase und im Gaumen. Deutlich mehr schmeckbares Tannin. Auf jeden Fall auch ein schöner Wein, aber fast noch zu jung zum Trinken. Gekauft ebenfall bei Weinart, Geisenheim für knapp 130,- Euro (bin mir nicht mehr ganz sicher).

Auf jeden Fall eine schöne Verkostung. Neben diesen beiden haben wir noch einen 1999 Robert Mondavi Cabernet Sauvignon Napa Valley Reserve sowie den 1996 Chateaux Pichon-Longueville (Baron) aus dem Pauillac verkostet. Auch beides sehr schöne Weine, der Mondavi noch fruchtiger als der Grange. Die Verkostung war natürlich blind, von daher war es sehr spannend zu sehen, in welche Ecke der Welt diese Weine gesteckt werden.

Ob ich aufgrund dieser Verkostung gleich zum Etikettentrinker werde, sei stark bezweifelt. Viele dieser Weine werden wohl allein aufgrund ihres Names leicht höher bewertet, als sie es verdient haben. Alle vier Weine waren wirklich herrvorragend, als „Weltklasse“ würde ich sie dann aber nicht bezeichnen. Zudem haben diese Weine mit deutlich über hundert Euro die Flasche auch ihren Preis.

Aber wie hat Iris so schön in ihrer Einladung geschrieben, das sind die Weine „die man doch einmal in seinem Leben getrunken haben muss“. Schön, dass man das, gerade in Zeiten von Studienbeiträgen, auch schon während seines Studium tun kann. 🙂

Euer Christian Wolf


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